Kurze Zusammenfassung
à = a + a: die Präposition a (zu, nach, an), die ein Verb oder ein Nomen verlangt, verschmolzen mit dem femininen Artikel a (die) — dieselbe Rechnung wie zu + der → zur. Beide Teile müssen da sein, sonst keine Crase.
Die Probe, die funktioniert: Setz ein maskulines Nomen in dieselbe Lücke. Kommt ao heraus, schreibst du à — Vou à praia / Vou ao clube (ich gehe an den Strand / in den Klub).
Immer: Uhrzeiten (às três horas — um drei Uhr), feste feminine Wendungen (à toa, às vezes, à direita) und àquele / àquela / àquilo.
Nie: vor maskulinen Nomen (a pé — zu Fuß), vor Verben (a partir de — ab), vor den meisten Pronomen (a ela — ihr) oder zwischen zwei gleichen Wörtern (cara a cara — von Angesicht zu Angesicht).
Freie Wahl vor Possessiva und weiblichen Vornamen: à minha irmã oder a minha irmã (meiner Schwester) — beides richtig.
Städte prüfst du mit Vim da / Vou à: vim da Bahia (ich kam aus Bahia) ergibt vou à Bahia; vim de Salvador (ich kam aus Salvador) ergibt vou a Salvador.
Crase ist beim Sprechen unsichtbar — a und à klingen in Brasilien gleich. Anders als bei zur und zum hörst du hier nichts: reine Schreibfertigkeit, an der auch Muttersprachler ständig scheitern.